Nebenlinie WOELKI - KRÄMER - KUHN

Theodor Woelki
THEODOR WOELKI

Theodor Woelki und Agnes Krämer

AGNES KRÄMER
AGNES KRÄMER

*  12.03.1892 Berlin
† 10.12.1943 Zwickau im Lazarett
*  1889 Wolfsdorf / Kr. Heilsberg
† 14.07.1920 Berlin
geheiratet am 20.12.1919 in Berlin

Theodor ist der jüngste Sohn von [16] VALENTIN WOELKY und [17] VERONIKA POSCHMANN. Er wurde in die große Bauepoche Moabits hineingeboren. Die Moabiter Bevölkerungszahl wuchs lawinenartig an. Mit dem Bau neuer Straßenzüge mit Miethäusern mussten Schulen und Kirchen eingeplant und errichtet werden. Theodor besuchte wahrscheinlich eine der neu erbauten Schulen im Bezirk, vielleicht sogar die Gemeindeschule in der Siemensstr. 20, an der 50 Jahre später seine Kinder Theodor und Maria tätig waren.

Kurt Woelki
Kurt Woelki

1906, nach der Schulentlassung, erhielt er eine Ausbildung als Büroangestellter bei der Firma Siemens. Seine Jugendzeit wurde abrupt durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges beendet. Anfangs mag es ihm beim Barras nicht schlecht ergangen sein, denn er wurde in der Schreibstube beschäftigt und blieb lange Zeit in der Etappe. Im September 1916 schrieb er aus Warschau. Da war er auf der Fahrt zum Einsatz als Pionier in Südosteuropa.

Um diese Zeit kam Agnes Krämer, eine Schwester seiner Schwägerin Martha Krämer, Roberts Frau, aus Wolfsdorf (Kreis Heilsberg) nach Berlin. Sie arbeitete in Munitionsfabriken und später bei der Paketpost als Kutscher. Agnes starb bei der Geburt des Sohnes Kurt. Die Entbindung wollte sie zu Hause erleben, doch es gab Komplikationen. Das Kind wurde gerettet, die Mutter aber starb.


Ein Jahr später, am 03.07.1921, heiratete Theodor in Berlin ERNA KUHN, * 11.11.1895  †  26.12.1965 in Berlin
Erna ist eine Tochter seiner Cousine Rosa Kuhn.

Maria (Mia) Woelki
Maria (Mia) Woelki

Theodor ging nach dem Krieg an seinen Arbeitsplatz bei Siemens zurück. Beruflich gab es für ihn - bis zu seinem frühen Tode - keinen Wechsel mehr. In den Jahren nach der Hochzeit mit Erna wurde es ruhig um Theodor. Er hatte auch von Natur aus kein Bedürfnis nach Geselligkeit, Freundschaften, wechselseitigen Besuchen. Ihm genügte seine Familie. Diese vergrößerte sich um zwei Kinder mit Erna:

Die Familie wohnte noch viele Jahre in der Wohnung der Eltern Valentin und Veronika in der Bremer Str. 47.

Der 2. Weltkrieg kam und brachte weitere Entbehrungen und Ängste, die seine angeschlagene und sehr sensible Gesundheit immer mehr schädigten. In seinen letzten Lebenswochen lag Theodor im Lazarett in Zwickau/Sachsen. Hier starb er zwei Wochen vor dem Hl. Abend des Jahres 1943.

Tochter Maria blieb ledig und kümmerte sich viel um die Kinder ihres Bruders.

 

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